„Ich kann doch gar nicht schreiben“ – das bekommen wir hin und wieder zu hören, wenn wir mit Menschen reden, die sich für unsere Workshops interessieren. „Doch, Sie können“, sagen wir dann immer. Und versuchen, mit Schreib-Impulsen und -Anregungen die Worte hervorzulocken, die ihnen durch Kopf und Bauch gehen.

Wenn jemand aber nicht für sich selbst und seine Persönlichkeitsentwicklung schreibt – so wie unsere Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer –, sondern für eine große Leserschaft, und außerdem vom Schreiben lebt, dann ist dieser Satz meistens ein bedenkliches Zeichen. Vor dem Rechner zu sitzen und kein vernünftiges Wort herauszubringen geschweige denn eine gute Geschichte, ist wohl etwas, das jede und jeder kennt, die bzw. der professionell schreibt. Schreibblockade heißt das dann. Viel von dem, was man dagegen tun kann, wenden wir im Prinzip immer wieder auch in unseren Workshops an: Platz- und Perspektivenwechsel spielen dabei eine Rolle, rausgehen, sich bewegen, durch Musik inspirieren lassen, erstmal ganz unsortiert und sponten Stichworte sammeln … dann klappt das schon mit dem Schreiben.

Wer mehr darüber lesen will, wie Journalisten ihre ganz persönlichen Schreibblockaden und Schreibhemmungen überwinden, wird hier fündig: Butch Ward vom Poynter-Institut hat Journalisten und Autoren gebeten, ihm zu erzählen was sie tun, wenn die Angst vorm leeren Monitor zu groß wird.